Zielvereinbarung gibt Universität Greifswald Planungssicherheit bis 2020

Die Zielvereinbarung mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern sichert die künftige Fächerstruktur sowie die Grundfinanzierung der Universität sowie der der Universitätsmedizin Greifswald bis Ende 2020 ab. Der Landtag stimmte in seiner Sitzung am 27. Januar 2016 den Zielvereinbarungen zwischen dem Land und den Hochschulen zu. Grundlage für die Verhandlungen über die Zielvereinbarung war der Hochschulentwicklungsplan 2016 bis 2020.

„Die Zielvereinbarung gewährt uns bis 2020 Planungssicherheit. Wir hoffen, dass neue, kostenträchtige Entwicklungen wie die Erhöhung der Stundensätze für Lehrbeauftragte - so angemessen sie ist - nicht zulasten der in der Zielvereinbarung zugesagten Mittelzuweisung geht.“ Das erklärt Rektorin Prof. Johanna Eleonore Weber.

Mit der Zielvereinbarung werden die Lehramtsstudiengänge an der Universität Greifswald um den Studiengang Lehramt für Mathematik an Gymnasium erweitert und die Zahl der Studienplätze im Lehramt Geografie ausgebaut. Zur Sicherung der Ukrainistik und Stärkung des Faches Baltistik erhält die Universität Greifswald zusätzliche Mittel für die Einrichtung einer Juniorprofessur Ukrainische Kulturwissenschaft. Das Auswärtige Amt hat dafür eine finanzielle Beteiligung in Aussicht gestellt. Darüber hinaus sichert die Universität Greifswald bis 2025 die Baltistik so ab, dass das bestehende Studienangebot in diesem Fach aufrechterhalten werden kann.

Das Bildungsministerium erklärt sich bereit, eine Teilnahme der Universität Greifswald an dem Nachfolgeprogramm zur Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zu fördern. Die Universität wird einen Vorantrag bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für ein interdisziplinäres Verbundprojekt zum Thema "Romantik als Provokation" einreichen. Der Sonderforschungsbereich/Transregio "C. difficile" soll im Rahmen des Norddeutschen Zentrums für Mikrobielle Genomforschung etabliert werden.

Land und Universität vereinbaren weiterhin, mit einem Personalkonzept wissenschaftliche Karrierewege zu verbessern. Dabei soll die Zahl von Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren steigen. Zudem soll der Frauenanteil bei der Besetzung von Professuren erhöht werden. Die volle Teilhabe von Studierenden mit Beeinträchtigungen an der Hochschulbildung soll mit Maßnahmen aus einem geplanten „Leitfaden lnklusionsorientierte Hochschule" ermöglichen.

Entsprechend dem Landespersonalkonzept aus dem Jahr 2004 müssen bis Mitte 2017 an der Universität Greifswald noch ca. 32 Stellen abgebaut werden. Die danach erreichten 765 Stellen werden vom Land bis 2020 garantiert. Vereinbart wurde, dass die Zuweisungen für Personalausgaben die Entwicklung der Stellenzahl und die tatsächlichen Tarif- und Besoldungsergebnisse berücksichtigen sollen. Die Sachaufwendungen und die Ausgaben der Hochschulen für Investitionen wurden neu berechnet und werden jährlich um 1,5 Prozent angehoben.
Das Land stellt den Hochschulen für den Haushalt 2016/201 7 jährlich Mittel in Höhe von mindestens 100,0 T€ zur Integration von Flüchtlingen mit Studienabsichten zur Verfügung.

Der 2012/2013 zwischen dem Finanzministerium und dem Bildungsministerium vereinbarte Hochschulbaukorridor bis 2020 bildet die Grundlage, auf der die Hochschulen die Prioritäten bei den Baumaßnahmen selbst festlegen können. Die Universität Greifswald geht bei der Sanierung der ehemaligen Inneren Medizin auf dem Campus Loefflerstraße in finanzielle Vorleistung in Höhe von 15 - 16 Millionen Euro. Die Refinanzierung erfolgt nach Ende der Baumaßnahme durch das Land ab dem Jahr 2021. Das Land wird der Universität Greifswald zusätzliche Mittel zur Sicherstellung der Gesamtfinanzierung des Bauvorhabens "Historische Gewächshäuser" zur Verfügung stellen.

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Tony Schmidt (LA Geschichte + Deutsch)

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