Greifswalder Baltist veröffentlicht Editionsband des altlitauischen Neuen Testaments

Buchcover, Verlag Schöningh, Paderborn

Für die philologische und theologische Forschung ist es ein Glücksfall, dass die sogenannte Bretkebibel bis in unsere Tage nicht gedruckt wurde. Bretke hatte intensiv an dem Manuskript gearbeitet und bemühte sich immer wieder vergeblich, seine Bibelübersetzung zu veröffentlichen. Bretke starb während einer Pestepidemie. Das wertvolle Manuskript mit seinen zahlreichen grammatischen, lexikalischen und stilistischen Varianten über Jahrhunderte blieb uns erhalten. Der jetzt erschienene Editionsband zeigt detailliert die teilweise sehr komplizierte Textentwicklung. Diese wurde von Prof. Dr. Jochen D. Range fortlaufend kommentiert bis zur letzten Fassung auf. Dabei wird Bretkes Ringen um die Schaffung einer adäquaten litauischen Bibelsprache deutlich. Bretkes Handschrift stellt nicht nur eine mächtige Basis für die historische Sprachforschung dar, sondern ist zugleich ein beeindruckender Beitrag zur Kulturgeschichte des Herzogtums Preußen im 16. Jahrhundert.

Johannes Bretke wurde 1536 in Bammeln (Herzogtum Preußen) geboren und starb 1602 in Königsberg.

Weitere Informationen

Das Neue Testament. Evangelien und Apostelgeschichte. Übers. v. Johannes Bretke. Labiau 1580. Ediert und kommentiert v. Jochen Dieter Range. Verlag Schöningh, Paderborn, 2017. ISBN 978-3-506-78426-1 
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Prof. Dr. Stephan Kessler
Lehrstuhl für Baltistik
Domstraße 9/10
17489 Greifswald
Telefon 03834 420 3200

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Ich studiere Lehramt, da mir die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen viel Freude bereitet. Das Gefühl, Denkprozesse angestoßen oder Wissen vermittelt zu haben, ist großartig. Man hat im wahrsten Sinne die Chance, durch seine Arbeit die Gesellschaft von Morgen mitzuprägen. Am Lehramtsstudium in Greifswald schätze ich die fachlich sehr guten Dozierenden, die familiäre Atmosphäre in den Instituten sowie die kurzen Wege.

Hannes Nehls (LA Geographie/Geschichte, Deutsch als Beifach)

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