Emeriti der Universität ausgezeichnet

Prof. Spieß hatte die populärwissenschaftliche Veranstaltungsreihe „Universität im Rathaus“ zusammen mit der Stadt am 26. April 2004 ins Leben gerufen. Seitdem lockt die Reihe während der Semesterzeiten interessierte Bürger in das Rathaus. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geben einen Einblick in die Forschung an der Universität Greifswald. Die Greifswalder Professoren treten ohne Honorar auf, im Gegenzug stellt die Stadt den Bürgerschaftssaal kostenlos zur Verfügung. Prof. Spieß ging im Sommer 2014 in den Ruhestand. Seither wird die Veranstaltungsreihe von Prof. Dr. Matthias Schneider aus dem Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft weitergeführt.

„Mit seiner Vortragsreihe ist es Prof. Spieß in besonderem Maße gelungen, die Verbundenheit zwischen Universität und Stadt zu stärken, aber auch wissenschaftliche Themen einer breiten Bevölkerung zugänglich zu machen“, so Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder zur Begründung.

Professorin Dr. Julia Männchen wurde beim Stadtempfang am 19. Mai 2016 der „Silbernen Greif“ für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement in Greifswald verliehen.
Sie engagierte sich seit vielen Jahren als Vorsitzende im Greifswalder Arbeitskreis „Kirche und Judentum“, der im Jahreszyklus vor allem durch kulturelle Veranstaltungen das jüdische Erbe erinnert und lebendig hält.

Prof. Dr. Karl-Heinz Spieß Foto: Oliver Böhm
Prof. Dr. Julia Männchen - Foto: Oliver Böhm

Darüber hinaus hat sich Frau Männchen, die seit 1968 an der Greifswalder Theologischen Fakultät tätig ist, auch in besonderer Weise um die Organisation und Durchführung des „Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus“ verdient gemacht. Seit 1998 arbeitete sie federführend in der Vorbereitungsgruppe und hat darüber hinaus auch als Beiträgerin zur weit über Greifswald hinaus vernehmbaren Bedeutung dieses Gedenktages beigetragen.

Ihr akademisches Lebenswerk widmete Prof. Dr. Julia Männchen dem ehemaligen Greifswalder Theologen und Orientalisten Gustaf Dalman. Seit ihrer Emeritierung im Jahre 2004 bis 2014 war Frau Männchen als ehrenamtliche Kustodin für das Gustaf-Dalman-Institut der Theologischen Fakultät tätig.
Das Institut beherbergt Realia und eine Bibliothek des 1941 verstorbenen Begründers der deutschen Palästinakunde, die längst von internationaler Bedeutung sind, da sie sowohl zur Landeskunde Israels als auch zur Erforschung des Judentums hervorragende Beiträge liefern. Frau Männchen ist es wesentlich zu verdanken, dass diese für Geschichte und Kultur des Judentums so unschätzbar wertvollen Hinterlassenschaften gepflegt und damit der – nicht nur – akademischen Öffentlichkeit erhalten und bewusst bleiben.

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Das Studium an der EMAU zeichnet sich durch das sehr persönliche Verhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden aus, was zu einer produktiven Zusammenarbeit führt.

Jan Krause (LA Kunst)

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