Greifswalder Projekt „Torfmoos“ ist Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen

Das Forschungsprojekt „Torfmooskultivierung“ der Universität Greifswald gehört zu den 100 Preisträgern des bundesweiten Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2014. Der Wettbewerb steht in diesem Jahr im Zeichen des Mottos „Innovationen querfeldein – Ländliche Räume neu gedacht“. „Torfmooskultivierung“ will Torfmoos als Alternative zu Torf für Gartensubstrate anbauen und gewinnen. Durch Verzicht auf Torfabbau würde dies das Klima schonen und in ländlichen Räumen neue Nutzungs- und Einkommensmöglichkeiten schaffen. Das Projekt wird in Kooperation mit TorfwerkMokura in Ramsloh und weiteren Partnern umgesetzt. Am 20. März 2015 wird die Auszeichnung auf der Versuchsfläche in Hankhausen (nördlich von Oldenburg, Niedersachsen) übergeben.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Universität Greifswald haben ein Verfahren entwickelt, mit dem Moose als Alternative zum Torf kultiviert werden können. Bisher wird Torf als Substrat für den Anbau von Gemüse und Zierpflanzen genutzt. So verbrauchen die Deutschen jährlich rund neun Millionen Kubikmeter Torf, meist ohne es zu wissen. Die Kehrseite: Der Abbau und die Verwendung von Torf sind nicht nachhaltig und schädigen das Klima. In Deutschland sind nur noch fünf Prozent der natürlichen Moorlandschaften intakt, vor allem aufgrund der Entwässerung für die Landwirtschaft. Bauen Landwirte hingegen Torfmoose an, werden degradierte Hochmoore nachhaltig genutzt und dauerhafte Einkommensquellen erschlossen.

Einmessung der Feldversuchsfläche zur Torfmooskultivierung im Hankhauser Moor - Dieses Bild gehört zur Pressemitteilung "Greifswalder Projekt >Torfmoos< ist Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen" vom 07.07.2014.
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Foto: Foto Matthias Krebs

Deutschlandweit bewarben sich 2014 rund 1.000 Forschungseinrichtungen, Unternehmen oder Vereine mit zukunftsweisenden Projekten zum Thema „Innovationen querfeldein“. Unterstützt durch einen Fachbeirat wählte eine unabhängige 18-köpfige Jury die 100 Preisträger in den Kategorien Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Umwelt, Bildung und Gesellschaft.
Im Oktober und November 2014 wählt die Öffentlichkeit per Online-Abstimmung den Publikumssieger. Dieser wird gemeinsam mit sechs Bundessiegern – einer in jeder Kategorie – im Laufe des Wettbewerbsjahres geehrt.

Mit der Auszeichnung und Würdigung der Preisträger im Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ machen die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank die Innovationskraft hierzulande sichtbar. Die Deutsche Bank ist von Beginn an seit 2006 Partner der Standortinitiative und des Wettbewerbs.

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Pressemitteilung (idw)

Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald

Greta Gaudig
Institut für Botanik und Landschaftsökologie
Soldmannstraße 15
17489 Greifswald
Telefon 03834 86-4692

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Ich studiere Lehramt, da mir die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen viel Freude bereitet. Das Gefühl, Denkprozesse angestoßen oder Wissen vermittelt zu haben, ist großartig. Man hat im wahrsten Sinne die Chance, durch seine Arbeit die Gesellschaft von Morgen mitzuprägen. Am Lehramtsstudium in Greifswald schätze ich die fachlich sehr guten Dozierenden, die familiäre Atmosphäre in den Instituten sowie die kurzen Wege.

Hannes Nehls (LA Geographie/Geschichte, Deutsch als Beifach)

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